Es begann mit Frauen
Das Kloster Bredelar wurde im frühen Mittelalter für weibliche Geistliche gestiftet, die Prämonstratenserinnen. Der „wenig löbliche Lebenswandel" dieser Frauen führte dazu, dass das Kloster bereits 1196 von den Zisterziensermönchen übernommen wurde.

Metall und Kunst
Schon im 10. Jahrhundert wurde in den Erzminen in der Umgebung von Bredelar Eisenerz, Kupfer und Blei gewonnen. Mönche bearbeiteten die Metalle mit zunehmend handwerklichem Geschick bis sie zu den Kunstwerken wurden, die wir aus den reichen Klöstern kennen. Auch heute noch fertigen Goldschmiede Ziergegenstände aus Metall, die im gesamten Sauerland zurückzufinden sind.

Stein und Skulpturen
Die Gemeinde Marsberg, zu der Bredelar gehört, erklärte 2001 zum Kunst- und Kulturjahr. Es wurde ein Festival mit Straßenmalern, ein Symposium von Steinbildhauern und Symposien von Holz- und anschließend Eisenbildhauern veranstaltet. Es wurden auf der Straße Steinskulpturen in Anwesenheit der Zuschauer gefertigt, welche von großen Steinstaubwolken und dem energischen Kreischen der Schleifgeräte verschluckt wurden. All diese Aktivitäten sorgten für viel Aufmerksamkeit der Presse. Im Fernsehen und in den Zeitungen entstanden lebhafte Diskussionen zur Frage „was ist Kunst". Vor allem eine Skulptur versetzte die kleine Stadt in Aufregung: ein steinerner Torso einer schwangeren Frau mit dem Titel Fruchtbare Erde. Nach Jahrhunderten von eisernen Mönchen ist Marsberg wieder zu der Frau zurückgekehrt.

skulptur fruchtbare erde

 

fruchtbare erde

Fruchtbare Erde, Skulptur in Marsberg, von Bernhard Mätthäs. Bild: Dominik Schäfer

Met de opmaattentoonstelling sluiten we in 2014 aan bij een lokale traditie en bij de sculptuur Fruchtbare Erde die zwanger is van de toekomst. Wat die toekomst precies zal brengen is nog niet te zeggen, maar dat die komt is duidelijk te zien.

Thema der Ausstellung 2014
Unter dem Schutz der Haut hat die Zukunft bereits begonnen
Die Haut der Skulptur Fruchtbare Erde liegt schützend über den inneren Organen, wo neues Leben wächst. Die Haut verhüllt die Zukunft, zeigt aber gleichzeitig, dass sie bereits da ist und bald sichtbar werden wird. Die noch unsichtbare, aber anwesende Zukunft stellt das Thema der Auftaktausstellung dar, an der viele Bildhauerinnen teilnehmen.

Eine Skulptur ist immer ein Ding mit einer äußeren Oberfläche – einer Haut, die nicht-sichtbare Eigenschaften verdeckt. Die Außenseite erzählt uns etwas über das Innere und lässt uns den Kern des Gegenstandes erahnen. Sie ist unser erster Kontakt mit dem Gegenstand.

Frauen schätzen ihre Haut. Sie spüren ihre Bedeutung, was sowohl die Schutzfunktion, das Hüten von Geheimnissen und die Haut als selbstständiges Ding mit einer eigenen Anziehungskraft betrifft. Das Kloster Bredelar wurde ursprünglich von Frauen erbaut.

Auch ein Kloster ist eine Haut. Eine Haut, die beschützt und verbirgt. Eine Haut, die ihre Bewohnerinnen von der gesellschaftlichen Welt befreit – die Frauen von Heirat und Schwangerschaft erlöst. Im Schutze des Klosters entsteht neues geistliches Leben.

 

Vielleicht sieht es ein bisschen aus wie eine Garnele. Wobei der Kopf, so es denn überhaupt einer ist, eher an eine Giraffe oder eine Art Pferd erinnert. Das hat auch mit den zwei wackeligen Vorderbeinen zu tun, so sie es denn sind, da Giraffen nun einmal vorne kürzere Beine haben als hinten. Sie stehen sowieso etwas schräger auf ihren Beinen als Pferde, und dies hier liegt sogar rücklings und ganz bequem auf seinem Stuhl.