12.06.2014 von: Jeroen Damen

Nachstehend folgt der Text, den Katrien mir über die Skulptur „Im Werden" schrieb, ihr Beitrag zur Auftaktausstellung in Bredelar.

„Im Werden"


„Ich fang jetzt einfach mal an, einen Text zu schreiben; Faszinierend sind die Zeitungsbilder dieser unglaublichen Dramen, die sich bei Tornados, Tsunamis, Erdbeben, aber auch anderer Arten, abspielen; Kriegsszenarien, die Vernichtung von beispielsweise den Buddhas von Bamiyan in Afghanistan, oder die in Bangladesch, und Timbuktu.

Wir sehen, abgesehen vom menschlichen Leid, total abgetakelte Städte, Gebäudekarkassen, ein Schiff inmitten eines Dorfes, zerstörte Wege, Häuser wie Streichholzschachteln hochgehoben.
Diese Zerstörung, das Elend, aber meist hat man danach auch den nötigen Mut, um wieder nach vorne blicken zu können, aufzuräumen, der Trauer einen Platz einzuräumen.
Es besteht doch stets der Drang danach, weiterzumachen.

Ein Text, ein Musikstück, eine Skulptur, worin ergreift es warum sind wir bewegt, wenn Gemälde aus der Kunsthalle verbrannt werden
Drama/Trauer/Zerstörung gehen einher mit Ergriffenheit und Schönheit
es ist ein bisschen weiter, aber es berührt sich
die Verletzlichkeit liegt offen.

Vielleicht ist es Glaube? Ich weiß es nicht

Ich möchte mit dieser neuen Skulptur nicht der schweren – Trauer Ausdruck verleihen
sondern eben dem (leichten) Zufall – erneut – also nicht dem Kranken
– sondern daran vorbei –
ein neuer Platz entsteht, eine neue Ordnung, wenn man will
der schöne Fransenrand

Es muss ein bisschen wie eine Insel sein, also nicht ganz platt auf dem Boden, wie damals meine Skulptur „dargestellte Landschaft" aber etwas höher und dicker, und die Formen auch weniger voneinander getrennt. Farbreste, das soll heißen die Plastikteile nicht immer komplett bedeckt,
sodass noch etwas übrig bleibt, aber aufgepasst: ich muss trotzdem schauen wie es gefällt."

    Über Katrien Vogel

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